Samstag, 21. April 2012

Schamanismus


Es mag kein Zufall sein, daß in verschiedenen Sprachen die volkstümliche Bezeichnung für Schamane  mit der Sprachwurzel für wissen, Wissen, Wissender in Verbindung gebracht werden kann. So auch in der tungusischen Sprache, von der sich das Wort Schamane ableitet. Das heißt, der Schamane ist eine Person, die mit ihrem Wissen die sprachliche, musikalische, motorische und gegenständliche Welt der Schamanenkunst, in der jedes Detail eine Bedeutung hat, zusammenfasst und Kraft des Glaubens zusammenhält.

Richtig dürte daher die Ansicht sein, wonach das Schamanentum eine Weltanschauung, eine Betrachtungsweise, eine Art Naturphilosophieist  mit dem zentralen Gedanken, dass alles eine Seele hat, oder anders ausgedrückt eine Seele beherbergt. (..Zitat aus: Das Buch der Schamanen von Mihaly Hoppal)

Die Schamanen waren die ersten Ärzte, Kräuterkundige, Priester, Astronomen, Mathematiker, Chemiker und Künstler - häufig genug in einer Person.

Durch Eroberung und Ausbreitung des Christentums einerseits (vor allem in Amerika, Afrika und Australien) und später des Kommunismus in Rußland und Asien wurde viel altes Wissen vernichtet und natürlich auch die wilden Völker oder es entstand eine neue Mischkultur mit verschiedenen Einflüssen wie vielerorts in Mittel- und Südamerika.

Viele Völker konnten ihr Wissen aber auch bewahren, meist unter Gefahr. So wurden in USA noch vor wenigen Jahren der Sonnentanz verboten. Das Geschenk der Ureinwohner Nord-Amerikas an die Alte Welt ist die Schwitzhütte. Schwitzhütten sind in den USA bei verschiedensten Völkern nach wie vor das wichtigste "Instrument" sich innerlich zu reinigen, Visionen zu erlanger und um in Kontakt mit der Schöpfung von Himmel und Erde zu treten.


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